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Dass Tradition und Moderne nicht im Widerspruch stehen, zeigt nicht allein das aktuelle Saisonprogramm des Beethoven Orchesters Bonn. Das Renommee des Orchesters als Bewahrer des Bewährten hat sich seit seiner Gründung stets bewiesen und bis heute gefestigt. Auf Gastspielen im In- und Ausland transportiert der Bonner Klangkörper den Ruf der Stadt Bonn als Wiege großer Geister und als Nährboden für kulturelles Engagement.

Aber, und das macht den besonderen Reiz des über hundert Mitglieder starken Orchesters aus, auch die Präsentation moderner und ausgefallener Programme ist ein wichtiger Schwerpunkt in der künstlerischen Arbeit des Ensembles. Exemplarisch dafür stehen die Aufnahme der „Leonore 1806“ – einer speziellen Frühfassung von Beethovens Oper „Fidelio“, die erstmals beim 35. Beethovenfest 1997 aufgeführt und in Zusammenarbeit mit der innovativen Firma Dabringhaus + Grimm produziert wurde. Zwischen 2003 und 2006 entstand in dieser erfolgreichen Kooperation eine Gesamtaufnahme sämtlicher Sinfonien von Dmitri Schostakowitsch, und die SACD-Produktion des selten aufgeführten Oratoriums „Christus“ von Franz Liszt erhielt 2007 einen ECHO Klassik.

Was Richard Strauss als einer der ersten Gastdirigenten des Orchesters begann, setzten später Max Reger und Dirigenten wie Sergiu Celibidache, Günter Wand und Dennis Russell Davies fort: sie entlockten dem Beethoven Orchester unaufhaltsam neue Klangfarben und setzten wichtige Impulse in seiner Entwicklung zu einem dynamisch agilen Klangkörper, der von der Fachpresse als herausragend bewertet wurde und wird. Damit konnte das Beethoven Orchester Bonn sich im internationalen Musikbetrieb größte Anerkennung verschaffen.

Auf der Suche nach ständig neuen Herausforderungen trat, nach fünfjähriger Zusammenarbeit mit Roman Kofman, in der Saison 2008/2009 GMD Stefan Blunier an. Mit ihm hat das Repertoire eine beeindruckende Erweiterung erfahren und - ganz im Sinne eines ewigen Wandels – wird das Orchester auch das Publikum mit auf eine Reise voller Entdeckungen und Überraschungen.

Dazu gehören, neben der regulären Opern- und Konzerttätigkeit des Orchesters (pro Saison stehen rund 40 Konzerte und 120 Opernaufführungen auf dem Programm), eine ausgedehnte Kinder- und Jugendarbeit, die unter dem Titel „Bobbys Klassik“ eigene Konzertreihen äußerst erfolgreich etabliert hat.

Das Beethoven Orchester Bonn zählt zur Spitzenklasse der deutschen Orchester. Es nimmt im Rahmen der Internationalen Beethovenfeste Bonn wichtige künstlerische Funktionen wahr und wird weit über die Grenzen Bonns hinaus als einer der bedeutendsten deutschen Klangkörper wahrgenommen.

Stefan Blunier, Dirigent

Der 1964 in Bern geborene Dirigent Stefan Blunier studierte in seiner Heimatstadt und an der Folkwang Hochschule Essen Klavier, Horn, Komposition und Dirigieren. Noch während seiner Studienzeit gründete er das „Ensemble für Neue Musik Essen“ und trat als Pianist international mit Klavierabenden, Rundfunkproduktionen und Liederabenden in Erscheinung. Sein Werdegang als Dirigent kann als klassischer Weg durch die Opernhäuser bezeichnet werden. Nach Stationen in Mainz, Augsburg und Mannheim, letztere als 1. Kapellmeister, war er von August 2001 bis Dezember 2008 Generalmusikdirektor am Staatstheater Darmstadt. Am 1. August 2008 übernahm Stefan Blunier die Position des Generalmusikdirektors der Bundesstadt Bonn und wurde somit gleichzeitig Chefdirigent des Beethoven Orchesters Bonn und der Oper Bonn. Erfolgreiche Teilnahmen an Dirigierwettbewerben (Besançon 1990 und Malko 1992 in Kopenhagen) führten früh zu Konzertverpflichtungen im In- und Ausland. So gastierte Stefan Blunier u. a. bei nahezu allen deutschen Rundfunkorchestern, dem Gewandhausorchester Leipzig, der Staatsphilharmonie Ludwigshafen, den Duisburger Sinfonikern sowie vielen Orchestern in Dänemark, Belgien, Korea, der Schweiz und Frankreich. Im Bereich der Oper war er an den Opernhäusern in München, Hamburg, Leipzig, Stuttgart und Berlin (Komische Oper und Deutsche Oper) sowie in Montpellier, Oslo und Bern verpflichtet.

Seine Konzertprogrammgestaltungen mit Werken aus der Zeit der Jahrhundertwende (1900), zeitgenössischen Werken sowie „klassischen“ Werken haben nicht nur das Bonner Publikum in der vergangenen Saison begeistert. Unter seiner charismatischen Führung zog ein neues musikalisches Bewusstsein im Orchester und dem Publikum ein. Der Erfolg des Dirigenten mit dem Beethoven Orchester Bonn hat mittlerweile überregionales Interesse an der Musik aus Bonn geweckt.

Mit Beginn der Saison 2010/2011 wird Stefan Blunier zum “Premier Chef Invité” des Orchestre National de Belgique in Brüssel ernannt.

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Beethoven Orchester Bonn

& Stefan Blunier

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