Frank Bungarten gehört seit über zwanzig Jahren zur Weltspitze seines Fachs. Die Musikszene betrat er 1981, als er aufsehenerregend den ersten Preis des damals höchstdotierten Gitarrenwettbewerbs in Granada aus der Hand des legendären Andrés Segovia erhielt. Es ist sein unverwechselbarer Ton, seine überragende Spieltechnik, sein Bekenntnis zur „alten Schule“ der Werktreue und die kompromisslose künstlerische Qualität, die ihn als Musiker auszeichnen.
Geboren am 6. Mai 1958 in Köln entschied sich Frank Bungarten im Kindesalter, unter dem Einfluss der damaligen Rockmusik, für die Gitarre. Einige seiner ersten Lehrer, darunter der paraguayanische Virtuose Carlos Baez, ermutigten ihn mit siebzehn Jahren, noch vor dem Abitur, das Studium in der Konzertklasse der Musikhochschule Köln aufzunehmen. Nach einigen Jahren bei Prof. Karl-Heinz Böttner und Hubert Käppel und einem Meisterkurs bei Oscar Ghiglia in Italien zog er sich zurück, um auf eigenen Wegen die Grundlagen seines heutigen Gitarrenspiels zu formen.
Bereits mit 14 Jahren begann Frank Bungarten autodidaktisch Saxophon zu lernen. Als Jazzmusiker spielte er in der frei improvisierenden Gruppe "Extempore", die mit zahlreichen Festivalauftritten, Rundfunkproduktionen und der ersten LP des richtungweisenden Labels JazzHausMusik auf sich aufmerksam machte. Die endgültige Entscheidung für einen künstlerischen Weg als Gitarrist traf er 1981 bestärkt durch den Gewinn des ersten Preises beim Segovia-Wettbewerb und der ausgedehnten Spanien-Tournee, die im Anschluss des Wettbewerbes stattfand.
Unmittelbar nach seinem Studienabschluss "mit Auszeichnung" startete Frank Bungarten, mit 24 Jahren, seine Tätigkeit als Dozent an der Musikhochschule in Hannover, an der er auch aktuell eine erfolgreiche Klasse als Professor leitet. Seine solistische Karriere begann ebenfalls in dieser Zeit. Als Solist spielt Frank Bungarten regelmäßig alle großen Konzerte für Gitarre und Orchester und konzertiert auf den wichtigsten Bühnen des deutschsprachigen Raumes wie der Berliner Philharmonie, dem Kunst- und Kongresshaus Luzern, dem Münchener Gasteig, den Salzburger Festspielen, der Bachwoche Ansbach, den Schwetzinger Musikfestspielen, dem Schleswig Holstein Festival, dem MDR Musiksommer und den Niedersächsischen Musiktagen. International trat er in über 40 Ländern auf, darunter mehrmals in umfangreichen Tourneen auf Einladung des Goethe-Instituts.
Auch im kammermusikalischen Bereich konzertiert Frank Bungarten mit hochkarätigen Partnern. Zu ihnen zählen das Ensemble Modern und das Nomos Quartett aber auch Spezialisten der Alten Musik wie der Lautenist Stephen Stubbs oder der Jazzgitarrist Fareed Haque. Seit einigen Jahren bildet er ein Duo mit der herausragenden Flötistin Andrea Lieberknecht.
Frank Bungartens ständig variierende Programme sind durch regelmäßige Rundfunkproduktionen und Livemitschnitte dokumentiert. Seit über zwanzig Jahren entstehen bei dem audiophilen Label Musikproduktion Dabringhaus & Grimm Aufnahmen eines gewichtigen, bewusst konzipierten Repertoires. Darunter ist auch die Gesamteinspielung der Sonaten und Partiten für Violine solo von Johann Sebastian Bach in eigener Transkription, die seit ihrer Veröffentlichung als Referenzaufnahme gilt. Das französische Klassik-Magazin Diapason schrieb dazu: "Es ist nicht Gitarre, nicht Bungarten, es ist Bach, was wir hören". Neben der steten Anerkennung durch die Fachpresse erhielt Frank Bungarten für seine Aufnahmen den Preis der Deutschen Schallplattenkritik sowie den "Audio Reference". 2005 wurde Frank Bungarten für seine CD "Cancion y Danza" mit dem Echo Klassik als "Instrumentalist des Jahres" ausgezeichnet.
Frank Bungarten ist Professor an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover. Eine zweite Professur in Luzern gab er in diesem Jahr zugunsten seiner künstlerischen Aktivitäten auf.

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