Kurzbiographie

Kurzbiographie als PDF

Nein, er passt in keine Schublade, der 42jährige Wiener Peter Wehle. Er ist Doktor der Musikwissenschaft und gerade dabei, ein Doktorat in Psychologie zu erwerben. Man trifft ihn vornehmlich auf Kleinkunstbühnen oder auf Lesungen, bei denen er Kostproben aus seinem jüngsten Buch „Haydn, Haydn über alles“ darbietet. Gerne auch an ungewöhnlichen Orten wie kürzlich auf dem Wiener Zentralfriedhof. Ein Kabarettist ist er nicht, ein Comedy-Star auch nicht. Einzelgänger in der Kleinkunst, das trifft es am ehesten. Und Einzelkämpfer.

Peter Wehle wurde 1967 in Wien geboren. Sein Vater, ebenfalls zweifacher Doktor (Jura und Philologie), war der berühmte Komponist, Autor und Kabarettist Peter Wehle. Seine Mutter, Dr. Eva Wehle, ist Psychologin. 

Als Vierjähriger erhielt Peter Wehle ersten Klavierunterricht. Mit fünf Jahren hatte er bereits sein Konzertdebüt. Vom siebten Lebensjahr an stand er für Rundfunkaufnahmen vor dem Mikrophon oder drehte fürs Fernsehen („Tatort“). Noch als Schüler wurde er in den Fächern Klavier und Geige an den Musik-Universitäten in Wien, Graz und Salzburg ausgebildet, gewann mehrere Klavierwettbewerbe und absolvierte verschiedene Meisterkurse.

Peter Wehle studierte zunächst Musikwissenschaften, dazu Geschichte, Germanistik und Psychologie, promovierte 1996 zum Dr. phil. und wird voraussichtlich nächstes Jahr den Dr. rer. nat. in Psychologie anschließen. Bevor Peter Wehle sich ganz dem Schreiben und der Kleinkunst zuwandte, sammelte er allerhand Erfahrungen in bürgerlichen Berufen: Neben dem Studium jobbte er als Journalist bei der Mitarbeiterzeitung der Österreichischen Bundesbahnen. Von 1995 bis 1997 arbeitete er als Assistent am Institut für Musikwissenschaft der Universität Wien. 
Als Leiter des „Centrum für MusikPsychologie und MusikMedizin“ an der Niederösterreichischen Landesakademie verband er erstmals beide Studiengänge und unterrichtete später Kindergärtnerinnen in Musikpsychologie. 

Mehrere Jahre widmete sich Peter Wehle als Angestellter im Bereich „Gesundheit und Soziales“ des Landes Niederösterreich der Erwachsenenbildung und der interdisziplinären Grundlagenforschung. Als Mittelschullehrer im Lungau (Salzburger Land) brachte er den Schülern die Musik nahe und konzipierte gleichzeitig einen Kriminalroman, den er dieses Jahr im Sommer endlich zu Ende bringen will.

Das Schreiben gehört schon seit Jahren zu Peter Wehles künstlerischen Interessen. Vor allem die Theaterstücke, die er für „1 Klavier und 1 Spieler“, also für sich selbst schreibt. Natürlich haben auch sie mit Musik zu tun, mit großen Komponisten: „Magie Musik“ oder „Herzlichst, Haydn“, „Nachwirkungen eines Unvollendeten“ zu Franz Schuberts 200. Geburtstag und „Making Mozart“ zum 250. des großen Landsmannes. Mit „Liebes-Leid, Liebes-Freud, Lehars Lebens-Lustigkeit“ erwies er dem Operetten-Schöpfer seine Reverenz und wandte sich mit „Poesie für alle“ via Frédéric Chopin speziell an Kinder.

Als „Lesebuch zum Nachschlagen“ veröffentlichte Peter Wehle 2005 im Molden Verlag „Sprechen Sie Mozart?“ und schickte jetzt den Folgeband über dessen Vorreiter Joseph Haydn hinterher. „Haydn, Haydn über alles“ heißt sein locker nonchalantes Buch, das rechtzeitig zum 250. Todestag des Wiener Klassikers in diesem Jahr bei Kremayr & Scheriau herauskam.

Und da 2010 und 2011 Jubiläumsjahre von Gustav Mahler - 150. Geburtstag, 100. Todestag - anstehen, weiß er schon, wohin die Reise geht: „Ins Wien der Jahre 1880 bis zum Ersten Weltkrieg, eine faszinierende Epoche, eine spannende Umbruchszeit“, die Peter Wehle für den an Mahler und seiner Zeit interessierten Laien greifbar und erlebbar machen will.

Peter Wehle
Musiker - Wissenschaftler - Autor

 

 

Digitale Pressemappe von www.pressezentrum-musik.com