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Abschluss des Musikfest Schloss Wonfurt
Mit den stimmungsvollen Klängen von Schönbergs "Verklärte Nacht" ging am Sonntag, 4. Juli 2010 das Internationale Kammermusikfest Schloss Wonfurt zu Ende. Unter dem Motto "Lieben und Leben" trafen sich vom 2. bis 4. Juli 2010 zum sechsten Mal junge Musiker aus aller Welt auf Einladung der Violinistin und Intendantin Caroline von Bismarck. Zu den insgesamt 9 Veranstaltungen kamen etwa tausend Musikbegeisterte nicht alleine aus der Region. In diesem Jahr stand das Musikfest unter der Schirmherrschaft des Kulturstaatsministers Bernd Neumann.
Bereits eine Woche vor Beginn des Kammermusikfestes lud Caroline von Bismarck aufs Schloss und weckte mit "Milonga y Poesia" die Neugier auf musikalische Entdeckungen. Das abwechslungsreiche und überraschende Musikprojekt vereinte verschiedene Genres und Publikumsgruppen: Die argentinischen Musiker Graciela Giordano und
José Gallardo ließen Tangogeist aus Buenos Aires aufleben. Gemeinsam mit dem Schauspieler Moritz Stoepel führte Caroline von Bismarck gut 50 Kinder in den "Musikgarten im Schloss". "Überall erklingt
Musik" hieß es beim Gesangsverein Eintracht Wonfurt, der auf der Bühne des Schlosses aus Anlass seines 110-jähriges Bestehen ein umjubeltes Konzert gab. Der Literaturabend für Erwachsene war zwei
Märchen von Hermann Hesse gewidmet. Klanglich und darstellerisch setzten der mehrfach ausgezeichnete Weltmusiker und Komponist Matthias Frey gemeinsam mit dem Schauspieler Moritz Stoepel "Kindheit
des Zauberers" und "Piktors Verwandlungen" in Szene.
Mit einem ausverkauften Eröffnungskonzert begann am 2. Juli das Kammermusikfest. Das musikalische Programm war den diesjährigen Jubilaren Robert Schumann und Frédéric Chopin (beide 200. Geburtstag) sowie Gustav Mahler und Hugo Wolf(beide 150. Geburtstag) gewidmet. "Es war mir sehr wichtig, die vielen Facetten zu zeigen, die Kammermusik eigentlich bietet" sagte Eliah Sakakushev, Cellist und künstlerischer Leiter des Musikfestes und wählte für jeden Abend eine Mischung verschiedener Genres und Kammermusik-Ensembles, von Solostücken, Liedern und Duos bis zum Sextett. Der erste Abend war Robert Schumann gewidmet, dem folgte am
3. Juli das Gala-Konzert "Hommage à Chopin". Mit "Italienische Impressionen" als Matinee-Konzert und den Klängen Mahlers und Schönbergs ging das Musikfest zu Ende.
"Internationalität und Intimität zu verbinden, lag mir sehr am Herzen. Und das ist uns gut gelungen" sagte Caroline von Bismarck. Die 14 Künstler trafen aus allen Ecken der Welt ein und wurden herzlich von den Dorfbewohnern beherbergt und verköstigt. "Es war eine unglaubliche Atmosphäre. Jeden Tag hat jemand im Dorf gebacken und uns zu den Proben Kuchen gebracht. Schade, dass es vorbei ist" erzählte Eliah Sakakushev.
Nach dem Musikfest ist es bekanntlich vor dem Musikfest. "Auf das nächste Jahr freue ich mich jetzt schon. Der Schwerpunkt wird jüdische Musik sein. Es wurden Stücke jüdischer Komponisten aus der Region entdeckt, einige davon werden beim Musikfest zum
ersten Mal erklingen" gab Caroline von Bismarck Preis.
Im nächsten Jahr findet das Internationale Kammermusikfest Schloss Wonfurt vom 1.- 3. Juli 2011 statt.
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